Aufbau einer MALDI/ESI-MS-Infrastruktur für die kooperative Forschungsnutzung am Campus Krems (LC-ESI/MALDI-MS)
Aufbau einer MALDI/ESI-MS-Infrastruktur für die kooperative Forschungsnutzung am Campus Krems (LC-ESI/MALDI-MS)

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Projektdauer: 01.10.2024 - 30.09.2027
Über das Projekt
Programm
Kooperationsstrukturen, F&E-Infrastrukturförderung Ausschreibung 2023
Projektkoordination
Universität für Weiterbildung Krems
Projektpartner
- Danube Private University - DPU
- Karl-Landsteiner Universität
Projektbeschreibung
Ausgangssituation, Problematik bzw. Motivation: Die bestehenden Massenspektrometrie-Einrichtungen, die für aktuelle Forschungsprojekte genutzt werden, haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht, was zu langen Wartezeiten von bis zu einem Jahr führt. Hinzu kommen die hohen Kosten für die Dienstleistungen, insbesondere bei der Entwicklung neuer Messprotokolle für spezifische Forschungsfragen. Als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach einem flexiblen und effizienten Werkzeug, das in der Lage ist, verschiedene Analyten in unterschiedlichen Proben zu analysieren, wird eine lokale Massenspektrometrie-Einrichtung am Campus Krems errichtet. Diese Infrastruktur wird von der Universität für Weiterbildung (UWK) in Zusammenarbeit mit den Partnerforschungseinrichtungen (Danube Private University - DPU; Karl-Landsteiner Universität - KL) innerhalb ihrer Grenzen installiert und ist über Kooperationsvereinbarungen zugänglich und steht potenziellen Partnern offen, die Forschungskooperationen eingehen.
Ziele und Innovationsgehalt: Die hochwertige analytische und bildgebende Infrastruktur an den Forschungseinrichtungen in Krems soll durch ein MALD/ESI-MS-Bildgebungssystem ergänzt werden, das auch mit Flüssigchromatographie gekoppelt ist. Dies ermöglicht die Analyse einer breiten Palette von Probentypen, die von Flüssigkeiten bis zu Feststoffen reichen. Die Anpassungsfähigkeit dieses Geräts erweist sich in Bereichen wie der Ökosystemforschung, der klinischen Forschung, der Diagnostik sowie der Materialwissenschaft als entscheidend und treibt innovative Entdeckungen und Kooperationen mit (inter-)nationalen Partnern für Veröffentlichungen in hochrangigen Fachzeitschriften voran.
Im Hinblick auf die geplante gemeinsame Nutzung der Infrastruktur agieren UWK, KL und DPU als Partner, die ihre Expertise in den Bereichen aquatische Ökosysteme, Ökophysiologie, Biomedizin, regenerative Medizin und Onkologie kombinieren.
Angestrebte Ergebnisse bzw. Erkenntnisse: Die stark interdisziplinären Bereiche Ökosystemforschung, Gesundheitswissenschaften und Ernährung erfordern einen kooperativen Ansatz, der zu Ergebnissen mit einem hohen Grad an Neuartigkeit und Innovation führen wird. Dazu gehören neue Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Klimaveränderungen, Lebensmittelqualität und menschlicher Gesundheit, pathophysiologische Prozesse bei Entzündungen, Struktur von Biomaterialien und deren Biokompatibilität sowie neue diagnostische und therapeutische Ansätze bei Krebs- und Entzündungskrankheiten. Die daraus resultierende Expertise am Standort stärkt Krems und Niederösterreich als innovativen und wettbewerbsfähigen Forschungsstandort und ermöglicht die Akquisition von High-Tech-Forschungsprojekten. Darüber hinaus ergeben sich neuartige Möglichkeiten für langfristige Kooperationen mit Partnern auf nationaler und internationaler Ebene.
