Nanomedizin-basierte Ansätze zur Behandlung und Diagnostik verschiedener Lungenerkrankungen (LungCare)
Nanomedizin-basierte Ansätze zur Behandlung und Diagnostik verschiedener Lungenerkrankungen (LungCare)

Europäische Union
Projektdauer: 01.01.2024 - 31.12.2027
Über das Projekt
Programm
Horizon Europe
Projektkoordination
Centre National De La Recherche Scientifique CNRS (FR)
Kooperationspartner
- Danube Private University (AT)
- Bogazici Universitesi (TR)
- Linxens France (FR)
- E-Diagmetrics Gmbh (AT)
- Rs Arastirma Egitim Danismanlik Ilac Sanayi Ticaret Anonim Sirketi (TR)
- Naukovo Vyrobnychyj Kooperatyv Lectinotest (UA)
- Universidad Nacional De La Plata (AR)
- Gisens Biotech (AR)
- Universite De Lille (FR)
- Consejo Nacional De Investigaciones Cientificas Y Tecnicas (Conicet) (AR)
Projektbeteiligte an der DPU
- Assoz. Prof. Dr. Youbin Zheng
- Assoz. Prof. Dr. Youbin Zheng
- Assist. Prof. Dr. Juan Allegretto
- Dipl. Ing. Dr. Dr. Rosmarie Bajlitz
- Ioannis Lazarou, PhD
Abstract
Nanotechnologie findet zahlreiche Anwendungen im biomedizinischen Bereich, insbesondere in der Wirkstoffabgabe, Diagnostik und Therapiekontrolle. Nanomaterialien ermöglichen präzise und zielgerichtete Lösungen, verbessern Therapien und erlauben eine äußerst genaue Früherkennung von Krankheiten. Das durch das Programm der Marie-Skłodowska-Curie Actions geförderte Projekt LungCare nutzt Nanotechnologie, um Nanovakzine und inhalierbare Therapien gegen Lungeninfektionen durch Pseudomonas aeruginosa zu entwickeln. Darüber hinaus werden Sensoren für die Lungenkrebsdiagnostik sowie tragbare Tests zur Früherkennung von Tuberkulose entwickelt. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative von Partnern aus der EU und assoziierten Ländern, die den Wissensaustausch fördert und hochwertige Forschung unterstützt.
Projektziel: Nanotechnologische Konzepte sind mittlerweile in nahezu alle Bereiche der aktuellen Forschung integriert, und das vorliegende Forschungsfeld zählt zu den Nanowissenschaften. Nanomaterialien gelten als vielversprechende Grundlage für die Entwicklung neuer Technologien in nahezu allen Bereichen von Wissenschaft und Technik. Dies gilt insbesondere auch für die Biomedizin, in der die Nanotechnologie in Form der Nanomedizin ein großes Potenzial besitzt, einige der aktuellen Einschränkungen konventioneller diagnostischer und therapeutischer Ansätze zu überwinden.
Der Schwerpunkt des Projekts LungCare liegt darin, das Potenzial der Nanotechnologie in konkrete Anwendungen mit Nutzen für Patient:innen und die Gesellschaft zu überführen. Die Projektidee besteht darin, die Behandlung von Infektionen durch Pseudomonas aeruginosa (PA) durch Nanovakzine und inhalierbare Therapeutika zu verbessern. Zudem liegt ein Fokus auf der dringenden Herausforderung der frühen und präzisen Diagnose von Tuberkulose (TB) und Lungenkrebs durch die Entwicklung sensitiver Point-of-Care-Testsysteme.
Im Falle von Lungenkrebs wird die Entwicklung von Sensoren durch quantitative Bildanalyse ergänzt, um die diagnostische Genauigkeit zu erhöhen und das Verständnis der Krankheitsmerkmale zu verbessern. Das Projekt LungCare zielt außerdem auf die Ausbildung der nächsten Forschergeneration in diesem sich schnell entwickelnden interdisziplinären Feld an der Schnittstelle von Chemie, Physik, Biologie und Medizin ab sowie auf die Weiterentwicklung des Know-hows erfahrener Forscher:innen in zentralen Bereichen der Nanomedizin, wie der Entwicklung klinischer Assays, dem aktuellen Stand von Organoid-Modellen zur Reduktion von In-vivo-Tests sowie der Implementierung von künstlicher Intelligenz in der Diagnostik.
Die verschiedenen sektorübergreifenden Secondments in zwei europäische Länder (Frankreich, Österreich), zwei assoziierte Länder (Türkei, Ukraine) und einen assoziierten Partner (Argentinien) werden die Nanomedizin auf EU-Ebene stärken, den Wissensgewinn fördern und zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Feldes beitragen.
