Personalisierte Medizin durch intelligente Sensorsysteme (PI-SENS)

Land Niederösterreich

Land Tirol

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Projektdauer: 01.05.2024 - 30.04.2027
Über das Projekt
Programm
Kooperationsstrukturen, COMET Projekte Ausschreibung 2022; gefördert von der FFG und den Ländern Niederösterreich und Tirol
Projektkoordination
Danube Private University, Univ.-Prof. Dr. Christoph Kleber
Projektbeteiligte an der DPU
- Univ.-Prof. Dr. Winfried Neuhaus
- Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Knoll
- Dr. Erich Kny
- Dr. Jakub Dostalek
- Univ.-Prof. Dr. med. dent. Constantin von See
- Dr. Katharina Schmidt
- Dr. Roger Hasler
- Dr. Nataliia Gnyliukh
- Dr. med. dent. Vera Zimprich
- Dipl. Ing. Dr. Dr. Rosmarie Bajlitz
- Abdellah Hambli
- Wiktor Luczak
Projektpartner
- BEGO Implant Systems GmbH & Co. KG
- Universität für Weiterbildung Krems
- NÖ Landesgesundheitsagentur
- AIT Austrian Institute of Technology GmbH
- DiagMetrics Inc.
- Medpol GmbH
- Schülke & Mayr Gesellschaft m.b.H.
- Cyprumed GmbH
- NOSI - Network for Olfactory System Intelligence GmbH
- 7S Health.Care GmbH
- Universität Linz
- Dr. Bohrer Lasertec GmbH
- Universität Ulm Institut für Pharmazeutische Biotechnologie
- LINXENS France
- biocrates life sciences gmbh
- HMNC Holding GmbH
- Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V.
- Universität Innsbruck
- Cells + Tissuebank Austria gemeinnützige GmbH
- Procomcure Biotech GmbH
- Sigmapharm Arzneimittel GmbH
- Villinger GmbH
- Universal Diagnostics SA
- Sulis Polymers B.V.
Projektbeschreibung
Die erwarteten zukünftigen gesellschaftlichen Trends in Bezug auf die Gesundheitssysteme in Österreich sowie in der Europäischen Union und weltweit bedingen eine Anpassung derselben an die sich ändernden Rahmenbedingungen. Eine alternde Gesellschaft, die Globalisierung sowie Veränderungen im Zusammenhang mit einem urbanen Lebensstil, Individualismus und Lebenssituationen (alleinstehend) werden zusätzlichen Druck auf die Gesundheitsdienste ausüben. Die Gesundheitssysteme werden auch durch immer mehr Patienten mit Mehrfachproblemen zusätzlich herausgefordert. Beim traditionellen Ansatz liegt der Schwerpunkt auf der Behandlung von Krankheiten und nicht so sehr auf der Vorbeugung oder Vermeidung von Krankheiten. Auch wenn die Prävention in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerückt ist, ist die Entwicklung neuer und verbesserter Sensortypen für eine einfache, möglichst nicht-invasive und unkomplizierte Vor-Ort-Diagnostik zur Vorbeugung von Krankheiten erforderlich.
Ziel des beantragten COMET-Projektes "Personalized Medicine Enabled by Intelligent Sensing Systems - PI-SENS" ist es, einen Beitrag zur Bewältigung der steigenden nationalen und internationalen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu leisten. PI-SENS wird wesentliches Know-how für innovative Technologien bereitstellen, um ein personalisiertes Gesundheits- und Präventionssystem zu etablieren.
Die Forschungsaktivitäten von PI-SENS schlagen dabei die Brücke von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung und Technologie bis hin zur Prototypenentwicklung und schließlich zu innovativen Produkten durch die Unterstützung der industriellen Kooperationspartner. Durch die geplante enge Zusammenarbeit mit renommierten nationalen und internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen wird PI-SENS einen Beitrag zur hochwertigen Ausbildung leisten, indem es jungen ForscherInnen eine Plattform für die Durchführung ihrer Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten bietet und Postdocs für eine Anstellung in der COMET-Projektinitiative gewinnen kann. Die Projektarbeit von PI-SENS wird zur Entwicklung von Biosensoren für die Überwachung von Biomarkern, von e-Nose-Geräten für die Identifizierung von Geruchsmustern und zur Entwicklung von organischen Feldeffekttransistoren beitragen, wobei die Ergebnisse unter Berücksichtigung intelligenter Auswertealgorithmen (AI) in Prototypen umgesetzt werden. Die operative Projektarbeit wird in drei Areas of Expertise (Biomedizinische Technologien, Analyse von Endogenen und Analyse von Exogenen) durchgeführt, die eng zusammenarbeiten und dadurch einen Mehrwert gegenüber Einzelprojekten schaffen. Das Konsortium von PI-SENS zeichnet sich durch Wissenschaft auf höchstem Niveau aus, was durch eine Vielzahl bereits durchgeführter internationaler und nationaler Förderprojekte im Bereich der Entwicklung von Sensorarchitekturen und eine hervorragende Erfolgsbilanz der beteiligten Wissenschaftler belegt wird.
Die aktuelle Notwendigkeit der Förderung eines COMET-Projektantrages wie PI-SENS mit den beschriebenen Forschungszielen wird durch das herausragende Interesse der beteiligten pharmazeutischen und medizintechnischen Industrieunternehmen belegt, das sich in einer Überzeichnung von 74 % der in COMET maximal möglichen Firmenpartnerbeiträge zeigt. Der hohe Anteil internationaler Industriepartner zeigt, dass eine solche COMET-Forschungsprojektinitiative nicht nur im nationalen, sondern auch im internationalen Kontext dringend benötigt wird. So werden die Ergebnisse der in PI-SENS durchgeführten Projekte durch die Entwicklung innovativer Produkte zu einer erhöhten Wertschöpfung der beteiligten Unternehmen und damit zu einer verbesserten Gesundheitsversorgung in Österreich und Europa beitragen.
