
IMPACT-OC untersucht, wie Künstliche Intelligenz medizinische Daten zusammenführen und die Diagnostik und Therapie bei Eierstockkrebs unterstützen kann.
KI für eine umfassendere Entscheidungsgrundlage
Die Danube Private University (DPU) koordiniert mit IMPACT-OC ein internationales Forschungsprojekt zu Künstlicher Intelligenz und Eierstockkrebs. Das von der Europäischen Union mit knapp vier Millionen Euro geförderte Projekt startete am 1. Oktober 2026 und läuft bis September 2030.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie unterschiedliche medizinische Informationen – darunter Bilddaten, Gewebeproben, genetische Informationen und klinische Befunde – mithilfe von KI gemeinsam ausgewertet werden können. Dafür entwickeln die Forschenden spezialisierte KI-Agenten, deren Ergebnisse ein übergeordnetes System zusammenführen und mit medizinischen Leitlinien abgleichen soll. Auch die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse und die Sicherheit der Systeme werden berücksichtigt.
„Mit KI-basierten Agenten wollen wir Diagnostik und Therapie gezielter und wirksamer machen. Die aktive Einbindung von Patientinnenvertreterinnen ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor.“
Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Ramona Woitek, PhD, Projektkoordinatorin und Leiterin der MIAAI-Forschungsgruppe
IMPACT-OC konzentriert sich auf drei Anwendungsbereiche: die Unterstützung bei Therapieentscheidungen bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs, die Erkennung möglicher erblicher Krebsrisiken anhand von Ultraschalluntersuchungen sowie die genauere Einschätzung von Veränderungen im Eierstockbereich. Ein weiterer Bestandteil ist ein „digitaler Zwilling“, der relevante Informationen zum Krankheitsverlauf in einem digitalen Modell zusammenführt.
Die DPU-Forschungsgruppe Medical Image Analysis & Artificial Intelligence (MIAAI) am Technologie- und Forschungszentrum in Wiener Neustadt bringt ihre Expertise in medizinischer Bildanalyse, Radiomics und Deep Learning ein. Das IMPACT-OC-Konsortium umfasst zehn Organisationen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich.
Die entwickelten Methoden befinden sich zunächst ausschließlich in der Forschungsphase. In Pilotstudien werden sie mit de-identifizierten Daten im sogenannten „Schattenmodus“ getestet, ohne Einfluss auf die medizinische Versorgung zu nehmen. Auch Patientinnenorganisationen sind in das Projekt eingebunden.
IMPACT-OC – Grant Agreement Nr. 101306266
Von der Europäischen Union finanziert.
Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für den Innovationsrat und für KMU (EISMEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.
