
Ramona Woitek präsentierte aktuelle Forschung zu künstlicher Intelligenz in der Bildgebung und zur Nachsorge bei Endometriumkarzinomen.
© Pixabay
KI in der gynäkologischen Bildgebung
Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Ramona Woitek, PhD, Professorin für Radiologie und Leiterin des Research Center for Medical Image Analysis & Artificial Intelligence (MIAAI) an der Danube Private University (DPU), war beim diesjährigen Kongress der European Society of Urogenital Radiology (ESUR) in Paris mit einem eingeladenen Vortrag und einer wissenschaftlichen Posterpräsentation vertreten.
In ihrem Vortrag „AI for Research in Gynaecologic Imaging: Imaging Biomarkers, Radiomics & Clinical Trial Design“ beleuchtete sie Chancen und Herausforderungen bei der Überführung KI-basierter Forschung in die klinische Praxis. Obwohl bereits Tausende Publikationen zu bildgebenden KI-Biomarkern vorliegen, haben bisher nur wenige Eingang in die klinische Routine gefunden. Standardisierung, biologische Validierung und robuste Studiendesigns sind entscheidend, um diese Lücke zu schließen. Neue Technologien wie Foundation Models und agentische KI könnten diesen Prozess beschleunigen – unter anderem im Rahmen des DPU-koordinierten Forschungsprojekts IMPACT-OC.
Internationale Studie zur Nachsorge bei Endometriumkarzinomen
In einer wissenschaftlichen Posterpräsentation stellte Ramona Woitek die von ihr geleitete internationale Studie „International Survey of Imaging-Based Surveillance After Curative Treatment of Endometrial Cancer“ vor. Die Untersuchung befasste sich mit bildgebenden Nachsorgeverfahren nach einer kurativen Behandlung von Endometriumkarzinomen.
Die Befragung von 53 Fachleuten aus 21 Ländern zeigte, dass vier von fünf Befragten angaben, dass an ihren Institutionen regelmäßig CT-Untersuchungen durchgeführt werden – häufig auch bei Patientinnen mit geringem Rezidivrisiko. Die Ergebnisse verdeutlichen Unterschiede zwischen klinischen Empfehlungen und der täglichen Praxis und unterstreichen den Bedarf an einheitlicheren, risikoadaptierten Nachsorgestrategien.
Seitens der DPU waren Ramona Woitek, Palak Handa und Laura Villazan Garcia an der Studie beteiligt. Das internationale Projekt wurde von ESUR, ESOI und SAR unterstützt.
