Forschung Förderungen

Mycobacterium-tuberculosis-Fingerprint im exhalierten Atemkondensat (TB-Breath)

Mycobacterium-tuberculosis-Fingerprint im exhalierten Atemkondensat (TB-Breath)

Europäische Union

Land Niederösterreich

Projektdauer: 05.01.2025 - 30.04.2027

Über das Projekt

Programm

Kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und die Wirtschafts- und Tourismusförderung des Landes Niederösterreich (NÖ)

Projektkoordination

Danube Private University, Prof. Dr. Mandana Amiri

Projektbeteiligte an der DPU 

  • Prof. Dr. Sabine Szunerits
  • Prof. Dr. Christoph Kleber
  • Dipl. Ing. Dr. Dr. Rosmarie Bajlitz
  • Dr. Manish Singh Senger
  • Abdellah Hambli

Abstract

Jährlich erkranken weltweit rund 10,6 Millionen Menschen an Tuberkulose, etwa 1,6 Millionen sterben daran. Besonders alarmierend: Laut WHO werden bis zu 40 % der Fälle nicht diagnostiziert oder gemeldet – bei Kindern liegt diese Zahl sogar bei 70 %. Ein einfach zugängliches Diagnosetool, wie etwa ein Teststreifen, könnte die Erkrankungs- und Sterberate um bis zu 50 % senken. 

Das Projekt TB Breath unter der Leitung von Prof. Dr. Mandana Amiri startete bereits am 1. Mai 2025 – mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Es verfolgt das Ziel, die Diagnose von Tuberkulose über ausgeatmetes Atemkondensat (EBC) zu ermöglichen. Im Fokus steht die Entwicklung LAM-spezifischer elektrochemischer Sensoren mit enzymatischer Auslesung, die eine zuverlässige Analyse in Echtzeit erlauben. Diese Sensoren sollen in ein tragbares System integriert werden – MaskDx-TB – das eine einfache, schnelle und nicht-invasive TB-Diagnostik ermöglicht. TB-BREATH leistet einen bedeutenden Beitrag zur medizinischen Forschung, indem es biomedizinische Sensorik, Nanotechnologie und klinische Anwendung vereint. Die Entwicklung neuer Biorezeptoren und deren Integration in elektrochemische Biosensoren eröffnet neue Wege für die frühe, mobile und kostengünstige Tuberkulose-Diagnostik, insbesondere in unterversorgten Regionen.