
Einheitliche Definitionen für behandlungsbedingte MRT-Veränderungen
Eine internationale, multidisziplinäre Expertengruppe hat erstmals einen standardisierten Konsens zur Definition von MRT-Veränderungen nach einer Strahlentherapie bei intrakraniellen Tumoren des zentralen Nervensystems entwickelt. Auch Univ. Prof. Dr. Julia Furtner-Srajer von der Danube Private University (DPU) war Mitglied der Expertengruppe.
Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachjournal Neuro-Oncology unter dem Titel „ESTRO, ESNR and EORTC consensus-based definition for MRI abnormalities after radiotherapy for intracranial central nervous system tumours“ veröffentlicht.
Der Konsens wurde in einem dreistufigen Delphi-Prozess entwickelt. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Radioonkologie, Neuroradiologie, Neuroonkologie, medizinische Onkologie und Neurochirurgie bewerteten dabei die vorgeschlagenen Definitionen und Kriterien.
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist die Einführung des Begriffs Treatment-Related Imaging Abnormality (TRIA). Für MRT-Veränderungen, die nach einer Strahlentherapie auftreten, wurden klare Definitionen festgelegt.
Darüber hinaus identifizierte die Expertengruppe wichtige Informationen, die bereits auf den Überweisungsformularen für MRT-Untersuchungen enthalten sein sollten. Dadurch sollen radiologische Befunde möglichst zuverlässig im jeweiligen klinischen Kontext beurteilt werden können.
Zur Publikation: https://doi.org/10.1093/neuonc/noag194
