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Wenn Strahlennekrose wie ein Tumorrezidiv aussieht

Aug. 25, 2026

Wenn Strahlennekrose wie ein Tumorrezidiv aussieht

Bessere Diagnostik und Behandlung von Strahlennekrosen

Strahlennekrosen können in der Bildgebung einem Tumorrezidiv täuschend ähnlich sehen. Die entscheidende Frage lautet: Ist der Tumor zurückgekehrt – oder handelt es sich um eine Folge der Strahlentherapie?

Ein internationales Expertengremium der European Association for Neuro-Oncology (EANO) hat dazu nun einen umfassenden Konsensus veröffentlicht. Mit dabei: Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Julia Furtner-Srajer, PhD, MBA, stellvertretende Leiterin der DPU- Forschungsgruppe MIAAI. Die Publikation ist im renommierten Fachjournal Neuro-Oncology erschienen.

In einem dreistufigen Delphi-Verfahren wurden 57 Empfehlungen entwickelt, 53 davon mit mindestens 80 % Zustimmung. Für die Diagnostik spielen insbesondere Perfusions-MRT und Aminosäure-PET eine wichtige Rolle; die Histopathologie bleibt der Goldstandard.

Auch für die Therapie gibt der Konsensus Orientierung – von Kortikosteroiden und Bevacizumab bis hin zu operativen Verfahren und LITT.

Der EANO-Konsensus schafft damit eine wichtige Grundlage für die bessere Diagnostik und Behandlung von Strahlennekrosen in der neuroonkologischen Praxis.

Zur Publikation: https://doi.org/10.1093/neuonc/noag153