
Bessere Diagnostik und Behandlung von Strahlennekrosen
Strahlennekrosen können in der Bildgebung einem Tumorrezidiv täuschend ähnlich sehen. Die entscheidende Frage lautet: Ist der Tumor zurückgekehrt – oder handelt es sich um eine Folge der Strahlentherapie?
Ein internationales Expertengremium der European Association for Neuro-Oncology (EANO) hat dazu nun einen umfassenden Konsensus veröffentlicht. Mit dabei: Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Julia Furtner-Srajer, PhD, MBA, stellvertretende Leiterin der DPU- Forschungsgruppe MIAAI. Die Publikation ist im renommierten Fachjournal Neuro-Oncology erschienen.
In einem dreistufigen Delphi-Verfahren wurden 57 Empfehlungen entwickelt, 53 davon mit mindestens 80 % Zustimmung. Für die Diagnostik spielen insbesondere Perfusions-MRT und Aminosäure-PET eine wichtige Rolle; die Histopathologie bleibt der Goldstandard.
Auch für die Therapie gibt der Konsensus Orientierung – von Kortikosteroiden und Bevacizumab bis hin zu operativen Verfahren und LITT.
Der EANO-Konsensus schafft damit eine wichtige Grundlage für die bessere Diagnostik und Behandlung von Strahlennekrosen in der neuroonkologischen Praxis.
Zur Publikation: https://doi.org/10.1093/neuonc/noag153
